ACHIMKOENIG
  Als ein europäischer deutscher Berliner stehe ich beim Palästina-Israel-Konflikt an der Seite der Palästinenser
 

Als ein europäischer deutscher Berliner stehe ich beim Palästina-Israel-Konflikt an der Seite der Palästinenser

 

 

Vorweg Folgendes:

 

Ich bin für einen Staat Israel. Ich bin für einen Staat der Palästinenser. Ich bin für einen Staat der Kurden. Aber ich sage, bei dem Krieg Israel und einer religiös fundamentalistischen, fanatischen palästinensischen Gruppe (Hamas) geht es nicht überwiegend nur um Religion. Sondern es geht eher darum, weil Israel als Besatzermacht auf palästinensischem Heimatwohngebiet Palästinenser immer mehr vertreiben für jüdische Siedler und die Palästinenser machtlos dagegen sind, weil es keinen palästinensischen Staat gibt und die Palästinenser nicht sagen können: Halt, bis hier hin und nicht weiter.

 

Wenn ich nun sage, ich stehe an der Seite der Palästinenser beim israelisch-palästinensischen Konflikt, dann ganz bestimmt nicht, weil ich dafür bin, dass eine religiöse palästinensische Terrorgruppe nur aus religiösem Hass heraus Juden ins Meer treiben will, egal, ob auch die Palästinenser einen eigenen Staat haben oder nicht. Es gibt fast mehr Kriege aus religiösen Gründen als aus sozialen Gründen, sprich aus einer Selbsterhaltungsmotivation heraus.

 

Wir kennen die religiösen Kriege zwischen Schiiten und Sunniten, die einmal eine zusammenhängende Religion war und sich wegen eher kleinen Unstimmigkeiten gespalten haben. Und ich sage, diese Kriegsgefahr aus religiösen Gründen besteht auch in Deutschland. Denn es gibt zu viele Schiiten und Sunniten und andere Religionsgruppen, wie z. B. auch die Alewiten, auch in Deutschland. Ich sage, eine Welt ohne Religion wäre friedlicher. Ich lehne deshalb Religionsfreiheit für Deutschland ab, die nämlich bei uns in Deutschland dazu führt, dass die Würde von Menschen, genauer gesagt, die Würde von Kindern, verletzt.

 

Im deutschen Grundgesetz, wo es heißt, die Würde des Menschen ist unantastbar, dürften demnach Juden mit deutschem Pass und Muslime mit deutschem Pass niemals an ihren gesunden Kindern einen unnötigen chirurgischen Eingriff nur aus religiösen Gründen vornehmen oder vornehmen lassen, nur um ihren religiösen Glauben an die Kinder übertragen zu wollen, die selbst nicht darüber entscheiden können, ob sie beschnitten werden wollen oder nicht. Diese rituellen chirurgischen unnötigen Eingriffe lösen in vielen Fällen auch Nebenwirkungen aus bei den Beschnittenen und selbst Todesfälle soll es dabei auch schon gegeben haben. Und diese chirurgischen Eingriffe verletzen die Würde dieser Kinder ohne jeden Zweifel. Egal, was sich deutsche Politiker für Ausreden einfallen lassen, die rituellen Eingriffe zu rechtfertigen. Unsere Regierung setzt mit der Zustimmung dieser Beschneidungen das Grundgesetz selbst außer Kraft. Ausnahmen von Verletzungen der Menschenwürde durch eine Religion darf es nicht geben. Dennoch erlaubt unsere Regierung diese religiösen rituellen Eingriffe und stellt die Würde der Religion über den Staat, über das Grundgesetz und über die Menschenwürde.

 

Es gibt ein Gerichtsurteil eines Kölner Landgerichts vom 7. Mai 2012, da heißt es, die Beschneidung wird als Körperverletzung eingestuft, welche durch eine religiöse Motivation und den Wunsch der Eltern nicht gerechtfertigt werde und die nicht im Wohle des Kindes sei. Zitat Ende.

 

Unsere Bundesregierung akzeptiert dieses Gerichtsurteil einfach nicht. Heiner Geißler, verstorben, aber immer noch ein bekannter CDU-Politiker, sagte einmal in einer Talkshow von Sandra Maischberger, ich zitiere aus dem Zusammenhang: Die Beschneidung von Mädchen und Jungen ist schwere Körperverletzung, das ist unglaublich, das ist eine solche unglaubliche Schweinerei. Sandra Maischberger antwortete darauf, das eine ist erlaubt, das andere ist fast überall verboten und wird trotzdem gemacht. Geißler sagte nun, die Beschneidung von Jungen ist ein Gesetz, das ausschließlich und alleine aus Rücksicht auf die jüdische Bevölkerung gemacht wurde. Und Sandra Maischberger sagte ergänzend: Und auf die muslimische Bevölkerung dazu. Zitat Ende.Und ich sage, dass auch palästinensische Araber dazu gehören.

 

Ich verstehe schon gar nicht, dass die bundesdeutsche Regierung die Verletzung der Menschenwürde toleriert, weil doch nicht alle Juden ihre Kinder beschneiden lassen und das bei Juden schon immer umstritten war. Auch hat der Zionist und Mitbegründer für einen eigenständigen Staat Israel, Theodor Herzl, seinen Sohn auch nicht beschneiden lassen. Er identifizierte sich nicht mit dem Judentum und trat eher für eine Massentaufe der Juden ein. Und es gab den Rabbi Samuel Holdheim (1844), der den Standpunkt vertrat, dass die Beschneidung kein Sakrament ist und damit für die Zugehörigkeit zum Judentum nicht notwendig ist.

 

Meine Meinung dazu ist nun, man sollte zumindest für deutsche Juden und deutsche Muslime ein Gesetz verabschieden, wo es heißt, dass Kinder erst einmal so erwachsen werden sollten, dass sie selbst darüber entscheiden können, ob sie beschnitten werden wollen oder nicht und das ganze Problem mit der Verletzung der Menschenwürde an Kindern wäre gelöst.

 

Ich frage, worin liegt das Problem? Meine Einstellung zur Religion beweist nun, dass ich auf keinen Fall einen kriegerischen massakrierenden Überfall von palästinensischen fundamentalistischen Islamisten, die Juden nur aus religiösen Gründen hassen und ermorden wollen, akzeptiere. Unsere deutschen Politiker sagen nun, genau aus diesem religiösen Hass der Hamas ist dieser kriegerische Überfall passiert und Israel ist völlig frei von einer Mitschuld und man hat nun einen Schuldigen. Aber ich glaube, dem ist nicht so, wie es aussieht. Wenn dem so wäre, dass eine palästinensische religiöse Terrororganisation Juden den Krieg erklärt, um Juden aus Hass ins Meer zu treiben, warum haben die Iraner, die einen eigenen Staat erleben und in der Tat Juden aus religiösen Gründen hassen und ins Meer treiben wollen, das bis jetzt nicht getan und nur darüber geredet? Wohl aber hat das eine palästinensische religiöse Gruppe versucht zu tun? Das macht doch keinen Sinn. Ich bin der festen Überzeugung, wenn die Palästinenser einen eigenen Staat hätten, wie die Iraner auch, mit dem sich die Palästinenser identifizieren können und sich wohlfühlen in ihrem Staat, dann hätte dieser palästinensische Staat trotz Hass auf die Juden aus religiösen Gründen, wie die Iraner das erleben, keinen Krieg gegen Israel ausgelöst. Nein, der Knackpunkt dieses kriegerischen Überfalls liegt daran, dass alle Palästinenser Juden hassen, aber nur weil Israelis ihr Land besetzt und Palästinenser immer mehr vertreiben, damit jüdische Siedler sich in ihrem Land ausbreiten können.

 

Es heißt nun immer wieder – von deutschen Politikern verbreitet – dieser bestialische Überfalls hat völlig unschuldige israelische Menschen getötet und massakriert, die mit alledem nichts zu tun haben. Aber so ganz stimmt das auch nicht. Denn die jüdischen Siedler, die sich wissentlich immer mehr auf palästinensischem, von den Israelis besetztem Gebiet, ausbreiten, sind Feinde, genau wie die israelischen Politiker selber. Und Palästinenser hassen aus diesem Grund auch diese Menschen, was mit Religion überhaupt nichts zu tun hat.

 

Ich sage nun, nur die Religion alleine ist nicht an diesem Massaker schuld, aber das wird natürlich, wenn möglich, tabuisiert. Eine Mitschuld Israels darf es einfach nicht geben. Ich gebe sogar der deutschen Regierung eine Mitschuld an diesem Krieg, weil sie keinen ausreichenden politischen Druck auf Israel, auf die Besetzer, ausüben, sondern alles eher stillschweigend mit angezogener Handbremse akzeptiert, weil für deutsche Politiker das Wohlwollen Israels Staatsräson ist.

 

Seit mehreren Jahren hat man versucht, an einer Zweistaatenlösung rumzufeilen und hat alles einschlafen lassen zum Vorteil Israels, nach dem Motto: Wird schon alles gutgehen. Ja, ich sage, ist dumm gelaufen, jetzt gab es die Quittung dafür. Dass die deutsche Regierung nun einseitig an der Seite Israels steht, liegt daran, dass sie ein psychisches Problem durch ihre Vergangenheit erlitten hat und keine klare gesunde Durchsicht hat, was Israel betrifft.

 

Nun Folgendes:

Ich habe Gespräche geführt mit Palästinensern aus Berlin-Neukölln, schon zu Zeiten, bevor es zu diesem kriegerischen Überfall am 7. Oktober durch Palästinenser kam, denn auch die Hamas sind Palästinenser und keine außerirdische religiöse Terrorgruppe. Und mich Palästinenser nun fragten, Achim, wieso steht ihr Deutschen immer nur an der Seite Israels und übt niemals richtig Kritik an Israel? Palästinenser sagen, wir Deutschen haben ein Problem, wenn es um Israel geht, indem ihr glaubt, bis zum jüngsten Tag der Geschichte, für immer Israel verpflichtet sein zu müssen. Palästinenser sagen mir, Israel habe mit der Staatsgründung 1948 palästinensisches Wohngebietsland einfach besetzt mit Unterstützung der UNO und angefangen, uns immer mehr zu vertreiben. Palästinenser sagen mir, es wurden von Anfang an bei der Staatsgründung politische Fehler begangen. Palästinenser sagen mir auch, dass Israel mit Unterstützung, vor allem durch die Amerikaner, einen Pfahl in unser palästinensisches Herz gestoßen haben, obwohl die Amerikaner wussten, dass auch die arabischen Nachbarländer um Israel herum sich religiös auch nicht so recht sympathisch erleben mit Juden, was neben der Landbesetzung, die wir von Anfang an nicht akzeptieren, auch nicht völlig unwesentlich ist und religiöser Streit schon vorprogrammiert war.

 

Palästinenser sagten mir nun nicht, gegen diese jüdischen Besetzer wehren sich jetzt nur die religiös fundamentalistische Hamas, nicht aber wir mehrheitlichen Palästinenser, nein, mir sagten Palästinenser ausdrücklich, dass sich alle Palästinenser beziehungsweise alle männlichen Palästinenser gegen Israel wehren würden, wenn sie das alles aus physischen Gründen könnten, sprich, vor allem nicht zu alt wären, aber nicht aus religiösen Gründen, um das mal festzuhalten. Und das ist auch heute noch so. Und als wir Palästinenser uns nun immer wieder vergeblich versuchten, gegen unsere Besetzer zu wehren, mussten selbst die Amerikaner zugeben, so funktioniert das alles nicht und zauberten nun eine Zwei-Staatenlösung aus dem Hut, natürlich nach den Regeln der israelischen Besetzer und den Amerikanern, also nach den Regeln der Stärkeren. Richtig wäre es gewesen, wenn man, bevor man einen Staat Israel ausruft auf ein Gebiet, das seit Jahrhunderten von Palästinensern bewohnt ist, sich an einen Tisch setzt mit Palästinensern und Verhandlungen auf Augenhöhe führt und nicht erst hinterher, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Aber eine Zweistaatenlösung gibt es bis heute nicht, weil nicht auf Augenhöhe verhandelt worden ist. Heute wird eine Zweistaatenlösung von den israelischen Besatzern abgelehnt, von Benjamin Netanjahu.

 

Zunächst antwortete ich nun den Palästinensern, dass man in mir keinen Deutschen erkennen sollte, der sich in allem, was die deutsche Regierung im Namen aller Deutschen sagt, mit ihr identifiziert. Und ich verurteile, dass meine Regierung sagt, dass wir Deutschen uneingeschränkt an der Seite Israels stehen. Ich fühle mich jedenfalls vor allem als Nachkriegsdeutscher nicht den Juden verpflichtet bis zum jüngsten Tag der Menschheitsgeschichte. Ich finde es einfach nicht gut, dass meine Regierung einfach über mich bestimmt, wie ich handeln soll (lese mein Thema "Stolpersteine, nein danke!"). Wenn meine deutsche Regierung nun sagt, wir Deutschen sind den Juden für immer aus moralischen Gründen verpflichtet, dann gilt das nicht für mich, wenn ich an die ultraorthodoxen Juden in Israel denke, die sich immer mehr ausbreiten und Israel spalten und vollkommen undemokratisch sind. Man könnte den Eindruck bekommen, dass Israel zu einem religiösen Gottesstaat wird, der nicht islamfreundlich ist. Das Heilige Buch der Islam-Gläubigen ist der Koran. Die Heilige Schrift der Juden ist die Thora mit unterschiedlichen Beschreibungen.

 

Dazu Folgendes:

Ich habe einen Bericht vor mir liegen, veröffentlicht im "Focus", ich zitiere: Überschrift: Juden gegen Juden. Die Existenz eines Staates Israel lehnen ultraorthodoxe Juden ab. Zitat Ende.

 

Die Juden sind also nicht demokratisch-freundlich. Ich zitiere nun weiter: In dem Heiligen Land Israel gibt es Konflikte nicht nur zwischen Muslimen und Juden, sondern auch zwischen Juden und Juden, zwischen Säkulargesinnten Israels und der immer einflussreicheren Gruppe der ultraorthodoxen Juden. Deutlich sichtbar wollen sich die Haredim, das sind gottesfürchtige, ultraorthodoxe Juden in das Land, in dem sie leben, nicht integrieren. Mit ihren dunklen Fellhüten und schwarzen Anzügen, langen Bärten und Schläfenlocken, scheinen sie mehr in ein osteuropäisches Schtetl des 19. Jahrhunderts zu passen. Bei der Gründung Israels waren sie noch eine unbedeutende Minderheit. Heute stellen sie zehn Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend, nach dem biblischen Gebot: Mehret euch. Demografen schätzen, dass im Jahr 2034 jeder fünfte Bewohner des Landes ultraorthodox sein wird. In der Grundschule füllen ihre Kinder bereits mehr als ein Fünftel der Klassen. Steuern zahlen die gottesfürchtigen Orthodoxen, die von Demokratie nichts wissen wollen, auch nicht. Die orthodoxen Radikalen versuchen, ihre Regeln auch im öffentlichen Raum durchzusetzen. So debattiert man in Jerusalem darüber, ob die in einigen Buslinien praktizierte Geschlechtertrennung rechtens ist und ob man sie vielleicht auch auf Gehwegen einführen sollte. Viele Firmen verzichten mittlerweile auf Werbeplakate mit weiblichen Modellen. Plakate, auf denen Frauen zu sehe sind, reißen Orthodoxe von den Wänden. Am Sabbat, so verlangen sie, dürfen keine Aufzüge und elektrische Geräte betätigt werden. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton fühlte sich kürzlich an die Verhältnisse in Teheran erinnert. Ich sage, solchen Israelis stehe ich jedenfalls auch nicht uneingeschränkt zur Seite und ich will sie auch nicht in Deutschland erleben, damit es dann auch bei uns heißt, Deutsche gegen Juden. Und weil der "Focus" das so geschrieben hat und ich nur daraus etwas zitiere, kann das ja nicht antisemitisch sein und ich mir nichts vorwerfen brauche.

 

Und ich warne meine deutsche Regierung davor, immer mehr von diesen Juden in Deutschland erleben zu wollen. Denn sie sind, um es mal weichgespült zu beschreiben, nicht gut auf islamfreundliche Menschen zu sprechen. Und da ja unsere deutsche Regierung durch eine völlig katastrophale versagende Migrationspolitik, und ich spreche jetzt eher von den Großstädten wie Berlin, muslimische ganze Stadtviertel geschaffen hat und religiös wie kulturell nichts Deutsches mehr zu erleben ist, wäre es unmöglich, dass eine Handvoll orthodoxer Juden mit samt ihrer religiösen Uniform durch Berlin-Neukölln durchlaufen könnte. Denn, wenn sie es schaffen, unverletzt den Bezirk Neukölln zu verlassen, dann würden sie wenigstens nackt und ohne Schläfenlocke wieder rauskommen. Und dafür wäre unsere Regierung verantwortlich, weil sie die Religion unterschätzt und auf beiden Augen blind ist und in der Migrationspolitik völlig versagt hat. Und ich stelle fest, so kritisch, wie sich der CDU-Politiker Jens Spahn heute über die Migration äußerte, ist das extremer als die AfD sich zur Migration geäußert hat, die vom Verfassungsschutz überwacht wird. Und die deutschen Bürger durchschauen längst die Heuchelei der deutschen Politik.

 

Ich habe darüber hinaus bei meinen Gesprächen mit Palästinensern aus Berlin-Neukölln nie so richtig mitbekommen, dass es zwei verschiedene Lager gibt, die sich total gegensätzlich erleben. Was heißt, ich konnte nicht erkennen, dass der größte Teil der Palästinenser kein Problem damit hat, dass der Staat Israel ihr Heimatbodenland besetzt hält und nichts dagegen haben, dass sich immer mehr jüdische Siedler ausbreiten. Und es ein Lager gibt von Palästinensern, die eine religiöse fundamentalistische Terrorgruppe ist, die Juden nur aus religiösen Gründen so hassen, dass sie sie in das Meer treiben wollen. Ich habe nie heraushören können bei meinen Gesprächen, dass der größte Teil der Palästinenser sich völlig abgrenzt von der religiösen Terrorgruppe, so wie man uns das durch unsere Politiker einreden will. Denn beide zusammen verbindet der Hass auf Israel, auf die Juden, erstens aus religiösen Gründen und zweitens wegen der Besetzung ihres Landes und ihrer Vertreibung. Das vereint sie auf unliebsame Art und Weise.

 

Noch einmal: Fakt ist, wie ich es schon einmal von Palästinensern herausgehört habe, dass fast alle Palästinenser Juden hassen wegen der Landbesetzung und ihrer Vertreibung, was einwandfrei eine Verletzung der Rechte der Palästinenser ist, aber Juden nicht nur hassen aus religiösen Gründen. Dennoch sagen fast alle Palästinenser, das ist jetzt das erste Mal, dass man den Israelis beweisen konnte, dass sie nicht unverwundbar sind und von jetzt ab es nie wieder so sein wird, wie es zuvor war. Und nur darüber freuen sich jetzt fast alle Palästinenser und deshalb verurteilen fast alle Palästinenser auch nicht den terroristischen Überfall auf Israel. Man kann sagen, dass die eher ungeliebten religiösen terroristischen Fanatiker wider Willen fast aller Palästinenser zum Freund wurden. Ich komme darauf noch einmal zurück mit einer ähnlichen Beschreibung.

 

Das Problem, was ich mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt habe, ist, dass ich durch Aussagen unserer Politiker über die Beurteilung dieses Konflikts aus ihrer Sicht dastehe, als würde ich alles falsch beurteilen und ich durch Palästinenser aus Berlin-Neukölln nicht richtig informiert worden bin. Ich will ja verstehen, was Sache ist und nicht einseitig verurteilen.


 

 

Alleine, wenn ich den Namen des ehemaligen CDU-Außenministers Norbert Röttgen höre, der also nicht zur derzeitigen Regierung gehört, aber im Namen Deutschlands spricht, dann sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Denn er nennt anmaßend den UNO-Generalsekretär Guterres einen Lügner, weil Guterres gesagt hat, ich versuche, das mal unparteiisch sinngemäß zu beschreiben, dass man daran denken soll, dass die Israelis palästinensisches Land schon seit Jahrzehnten besetzt halten. Zitat Ende. Das wäre dann tatsächlich eine Verletzung der Rechte des palästinensischen Volkes. Und der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ansatzlos aus der Hüfte heraus nachgelegt hat, mit einem Satz, der sich sinngemäß so anhört: Diese Gewalt hört erst auf, wenn es auch einen palästinensischen Staat gibt. Zitat Ende. Das hört sich doch unterschwellig beschrieben sinngemäß gleich an, was Guterres gesagt hat, nämlich, dass Israel aufhören muss mit der Vertreibung von Palästinensern, um mehr jüdische Siedler anzusiedeln. Nun hat das, was Guterres gesagt hat, für einen Eklat gesorgt. Ich nehme mal an, dass dies den Juden nun gar nicht gefallen hat, was Guterres gesagt hat und die Israelis ja auch seine Absetzung forderten. Guterres beeilte sich auch am anderen Tag für eine angebliche Richtigstellung, er sagte, es ist missverstanden worden und will jetzt alles richtigstellen. Ich sage nun, für diese angebliche Richtigstellung durch politischen Druck für seine wahrheitsgemäße Feststellung vom Tag zuvor, sollte Guterres jetzt wirklich zurücktreten, denn niemand wird ihn jetzt mehr ernst nehmen, denn die wirkliche Lüge war jetzt die Richtigstellung dafür, dass er missverstanden wurde. Das ist immer so, wenn Politiker die Wahrheit sagen und sich hinterher durch politischen Druck entschuldigen müssen, ansonsten ihre Karriere frühzeitig beendet ist. Auch ein Friedrich Merz mit seinem politischen Status zaubert nicht einfach eine Lüge aus dem Hut, wenn er von einem Sozialtourismus von Ukrainern spricht, den es dann auch wirklich gibt, das aber niemand wissen soll.

 

Darüber hinaus erlebte ich auch im Fernsehen ein Interview mit dem amerikanischen General Rodgers. Er sagte sinngemäß, dieser Krieg macht keinen Sinn, wenn man keine Perspektive hat, was nach dem Krieg passiert. Und General Rodgers äußerte sich auch hin zu einer möglichen Zweistaatenregelung, die aber Benjamin Netanjahu bislang ablehnt. Aber auch aus dieser Äußerung von General Rodgers höre ich irgendwie auch heraus, dass ein Auslöser dieses Krieges, dieser Hass auf die Israelis, viel mit der Besetzung von palästinensischem Boden zu tun hat und weniger mit religiösem Hass.

 

Ich erlebe nun so ein Gefühl in mir, dass man alles versucht, die Hände der Israelis, der Juden, von jeglicher Mitschild reinzuwaschen. Ma sagt nun, dass die Hamas völlig unschuldige Frauen, Kinder, Männer sinnlos aus religiösem Fanatismus massakriert hat und sich die palästinensische Bevölkerung, die sich nicht der Hamas zugehört fühlt, dieses Massaker an unschuldigen Menschen verurteilt. Das, so glaube ich zumindest, stimmt nur zum Teil, weil jeder israelische Siedler, sofern es Siedler waren, die ermordet wurden, das weiß ich jetzt nicht so genau, sich auf palästinensischem Boden angesiedelt haben und sie sich immer mehr ausbreiten und auch sie als Feinde gebrandmarkt werden. Die Wut, der Hass auf die Siedler ist sehr groß. Diese israelischen Siedler, auch ohne Bewaffnung, die nur ihren Garten pflegen, werden von fast allen Palästinensern gehasst. Und damit wurde wohl auch die brutale Schärfe dieses Massakers etwas herausgefiltert, nach dem Motto, das ist zwar alles sehr grausam, aber die Freude darüber bewiesen zu haben, dass auch die Israelis nicht unverwundbar sind und ihnen tiefe Wunden zugefügt wurden, überwieg bei den meisten Palästinensern.

 

Ich glaube, solange die Palästinenser keinen eigenen Staat haben, werden sie die Israelis als Besetzer gefühlsmäßig bewerten und deshalb wohl eher alle Bewohner, alle Siedler, hassen, die sich auf ihrem Land ausbreiten.

 

Zweitens ist mir aufgefallen, dass man sehr viel Mitleid für die Israelis, für die Juden, schüren will, jedenfalls viel mehr Mitleid schüren will als wenn solch ein Massaker in einem anderen Land mit anderen Menschen erlebt wird. Im Fall Israel heißt es, so ein grausames Massaker an unschuldigen Menschen hat es noch nie nach dem Holocaust gegeben. Man jazzt dieses Massaker in unbegrenzte Höhen. Ich sage, das ist ein guter Versuch, aber dabei bleibt es auch, denn vor zwei Jahren hatten wir das gleiche Massaker in der Ukraine erlebt, in Butscha, durch die Russen, ohne religiösen Hintergrund. Wir alle haben diese Bilder noch vor Augen. Diese Grausamkeit, die die Ukrainer erlebten, war nicht weniger grausam als die Grausamkeit, die jetzt die Israelis erleben. Aber diese Grausamkeit, die in der Ukraine erlebt wurde, wurde nicht so hochgejazzt, wie die Grausamkeit, die an den Juden begangen wird. Eine Grausamkeit kann nicht noch grausamer werden durch eine andere Grausamkeit. Jede Grausamkeit wird sich wiederholen solange es die grausamen Männer gibt. Sie sind das Teuflische, was der liebe Gott, an den ich nicht glaube, geschaffen hat, zusammen mit seinen Vorfahren, den männlichen Schimpansen, deren Gene wir Menschen vererbt bekommen haben. Wir erleben uns zu 99 % genetisch gleich mit Schimpansen. Die Schimpansen sind zusammen mit den Menschen die grausamsten Lebewesen, denn sie sind die einzigen Tiere, die regelrecht Kriege führen gegen ihre eigenen Artgenossen. Schon Kain hat seinen Bruder Abel erschlagen. So beginnt die Grausamkeit der Menschen schon in der Bibel. Wer an Gott glaubt, muss auch an die Grausamkeit glauben, denn Gott hat ja diese grausamen Menschen geschaffen und nicht nur Jesus, einen Heiligen, gezeugt. Und da nun Jesus, der Gute, getötet, gekreuzigt wurde, ist bewiesen, dass das Schlechte, das Grausame, über das Gute herrscht. So ist der Mann nun mal. Ich aber glaube nicht an Gott. Ich glaube an die Kraft der Gene in uns Menschen, die aus Männern grausame Lebewesen machen.

 

 

Ich muss jetzt als Deutscher eine Ausnahme machen, was die Grausamkeit anbelangt. Ich halte das industrielle Vergasen von Menschen, wie z. B. in Auschwitz begangen, für noch grausamer, für einzigartig grausamer als jemandem den Kopf abzuhacken. Und diese einzigartige Grausamkeit zu 99,9 % wohl nicht mehr erlebt werden wird, obwohl ich den Einsatz von Chemiewaffen, wie Giftgasbomben, abgeworfen auf Menschen, auch nicht gerade viel humaner finde. Aber nun aufgepasst: Dennoch werde ich mich bei diesem Thema, über das ich gerade schreibe, selbst befreien von gesamtdeutscher Schuld an dem Holocaust. Ich werde mich von der Anklage befreien, dass die Deutschen im Allgemeinen Schuld am Holocaust haben und im Allgemeinen Mittäter und Täter am Holocaust sind, weil die Deutschen Hitler zur Macht verholfen haben und den Juden gegenüber keinen Beistand geleistet haben. Was im Übrigen stimmt, als sie von Hitler und seiner Verbrechergruppe, die ihm treu ergeben waren, vertrieben wurden aus Deutschland. Ja, es stimmt, man hat bei der Vertreibung fast zu 100 % tatenlos zugesehen. Aber das industrielle Vergasen von Juden und das Erschießen unschuldiger wehrloser Menschen, wie Mütter und ihre Kinder, ist eine ganz andere Hausnummer und ist strikt zu trennen vom Zusehen, wie Juden vertrieben wurden, ohne ihnen Beistand zu leisten. Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Ich will mich davon befreien, bis zum jüngsten Tag der Geschichte in der Schuld, begangen an Juden, gefangen zu bleiben. Das gilt jetzt aber nur für mich selbst und ich will das jetzt nicht auf andere Deutsche übertragen. Sie können sich schuldig fühlen so viel sie wollen. Man kann Gefühle nun mal nicht einfach so ausschalten und einschalten wie man will. Ich habe dafür volles Verständnis. Dazu am Schluss mehr und ausführlicher.

 

Ich komme jetzt noch einmal auf Norbert Röttger zurück. Ich sage, man muss das, was dieser Mann sagt, mit Vorsicht anhören. Alleine seine Äußerung, dass NATO-Generalsekretär Guterres gelogen hat, als er anmerkte, dass man mit bedenken muss, so sinngemäß, bei dem Überfall von Hamas, dass die Israelis Land besetzen von Palästinensern seit vielen Jahren, ist bedenklich. Fakt ist, dass zunehmend jetzt immer mehr Politiker, selbst ein amerikanischer General, anmerkt, man muss endlich zu einer Zweistaatenlösung kommen. Und diese Äußerung immer mehr von Politikern angemerkt wird, beweist für mich gewertet, dass dieser kriegerische Überfall auf Israel eben nicht nur aus religiösem Hass auf Juden ausgelöst wurde, sondern auch einen Grund in der Landbesetzung von Israel auf palästinensischem Boden ist und immer mehr jüdische Siedlungen entstehen. Und nun Norbert Röttger auch sagt, dass die Hamas ein menschliches Schuldschild aufbaut mit ihren eigenen palästinensischen Landsleuten, zusammen mit den Geiseln, und nur ein Ziel damit verfolgt, dass die Israelis so viel wie möglich ihre eigenen palästinensischen Landsleute töten. Und auch die Geiseln töten, damit die Hamas der Welt beweisen kann, wie brutal die Israelis ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen und Israel deshalb nur noch in aller Welt verurteilt wird. Ich sage, das stimmt so nicht, wie es Norbert Röttger beschreibt und wie es auch alle deutschen Politiker es so beschreiben. Denn das würde ja auch bedeuten, dass die Hamas ihre eigenen Kinder, ihre Brüder, ihre Frauen, ihre Schwestern, ihre Mütter, ihre Väter und Großeltern töten lassen wollen, die ja auch zum menschlichen Schutzschild gehören. Und ich glaube nicht, dass die Hamas das wirklich wollen. Ich sage, das Gegenteil ist der Fall. Ich sage, die Hamas will, dass Israel davor zurückschreckt, unschuldige Palästinenser, die nicht zu den Hamas gehören, zu töten. Und auch davor zurückschreckt, die jüdischen Geiseln zu töten und der Gegenschlag gegen die Hamas ganz beendet wird, weil sie sich selbst retten wollen gegen die militärische Übermacht der Israelis. Ich sage, dieses menschliche Schutzschild war gedacht als ein Garant für weniger Krieg, für weniger Tötungen, weil die Hamas weiß, dass die mehrheitliche Weltbevölkerung eher pro Palästina ist. Das beweisen die weltweiten Demos.

 

Und wenn jetzt die Israelis völlig unbeeindruckt von der weltweiten Meinungsstimmung die Palästinenser, die ein menschliches Schutzschild gebildet haben, nun alle töten und sogar das Leben der Geiseln, also auch ihrer jüdischen Volksangehörigen, aufs Spiel setzen, dann haben die Israelis überhaupt keine Freunde mehr auf diesem Planeten, außer den Deutschen vielleicht.

 

Fakt ist nun, dass die weltweite Meinungsstimmung gegen die Israelis, die Israelis tatsächlich schon gebremst haben und sie nicht nur das durchführen, was sie durchführen wollen. Ich sage, die Israelis hätten jetzt auch eine Chance, wieder mehr Ansehen in der Welt zu erleben, wenn sie auf der Stelle diesen Krieg von sich aus beenden und sofort Verhandlungen aufnehmen für eine Zweistaatenlösung, an der die Israelis wohl jetzt nicht mehr unbeschadet vorbeikommen können. Und in diesem Moment dann auch fordern können, dass auf der Stelle die Geiseln freikommen müssen, darauf können sie jetzt bestehen. Aber in den Verhandlungen um eine Zweistaatenlösung muss dann auch für die Israelis eine Klausel unbedingt enthalten sein, dass, wenn im Falle eines Staates der Palästinenser, die Hamas immer noch versuchen, die Juden aus religiösen Gründen ins Meer zu treiben, nun alle arabischen, islamischen, muslimischen Länder um Israel herum, ihre eigenen islamisch extrem fundamentalistisch Gläubigen nun selbst bekämpfen, ohne dass sich Israel erneut gegen extrem fundamentalistische terroristische Islamfanatiker wehren muss.

 

Nun zum Schluss möchte ich in eigener Sache, was ich nur auf mich alleine begrenzen will, ohne meine Probleme auf andere übertragen zu wollen, erneut etwas anmerken, das ich aber ausführlicher in meinem nächsten Themenbericht beschreiben werde. Ich werde mich befreien von der besonderen Verantwortung den Juden gegenüber, weil es den Holocaust gab, für den auch nur eine Gruppe von Verbrechern um und mit Hitler, die auch Terror verbreiteten, alleine verantwortlich war für den Holocaust, nicht aber das deutsche Volk im Allgemeine, so wie es uns deutschen Bürgern von unserer Regierung immer wieder eingetrichtert wird und zumindest mich damit psychisch krank machen und ich depressive Schuldgefühle erlebe, weil ich Deutscher bin.

 

Die deutsche terroristische Verbrechergruppe, die SS/SA, bekam auch keine Sympathie durch die allgemeine deutsche Bevölkerung. Im Gegenteil, nach Aussagen meiner Eltern fürchtete sich die allgemeine deutsche Bevölkerung vor der SS und SA. Diese terroristische deutsche Verbrechergruppe ist annähernd vergleichbar mit der fanatisch-religiösen Hamas, die Juden ins Meer treiben wollen, die auch keine größere Sympathie erleben durch die allgemeine palästinensische Bevölkerung. Und genauso, wie die allgemeine palästinensische Bevölkerung für unschuldig bewertet wird durch unsere deutsche Regierung, muss man genauso auch die allgemeine deutsche Bevölkerung für unschuldig am Holocaust bewerten. Aber wenn es um uns Deutsche selber geht, dann befreit uns unsere deutsche Regierung nicht von einer allgemeinen deutschen Schuld und reduziert diese Schuld am Holocaust nicht auf eine Gruppe von Deutschen runter. Nein, im Falle des Holocaust heißt es nun immer wieder, die Deutschen wussten alles und haben nur feige weggeschaut und nichts unternommen. Ich sage, Stolpersteine in der Strauße eingebuddelt, macht alle Deutschen verantwortlich an den Ermordungen von vorwiegend jüdischen Bürgern. Ich sage, das ist unwahr und krank aus meiner Sichtweise. Meine Sichtweise übertrage ich aber nicht auf alle Deutschen.

 

Noch einmal will ich zwei Faktoren zu diesem Holocaust benennen am Schluss dieses Themas, die mich veranlasst haben, mich von einer gesamtdeutschen Schuld, die mich ja einbezieht, zu befreien an diesem Holocaust.

 

Erstens, ein Wegsehen der Vertreibung von Juden in Deutschland aus Judenhass, den es in der allgemeinen deutschen Bevölkerung um 1933 überhaupt nicht gab, sondern nur durch den Österreicher A. Hitler, den man zu einem Deutschen gestempelt hat, geschürt wurde und er versucht hat, diesen Judenhass mit Hilfe seiner treuen verbrecherischen Gruppe auf die Deutschen zu übertragen, hat nicht funktioniert und hat nichts mit dem Holocaust zu tun. Es stimmt, die Deutschen haben den Juden bei der Vertreibung nicht beigestanden, mehr oder weniger aus Angst vor Hitlers Verbrechergruppe. Und auch das muss strikt vom Holocaust getrennt bewertet werden. Menschen zu ermorden, zu vergasen, sind eine ganz andere Hausnummer und so ganz nebenbei gesagt, hat auch unsere deutsche Regierung aus der Hitler-Zeit nichts dazugelernt. Heute stempelt man munter Orientale zu Deutsche und wundert sich dann, wenn diese Deutschen einen Kalifat-Staat ausrufen. Ich schwöre, hätte es Hitler nicht als Deutschen gegeben, hätte kein deutscher Politiker Juden vertrieben und diesen Holocaust ausgelöst. Alles ging von diesem Österreicher A. Hitler aus.

 

Zweitens, 1941 hat Hitler den Zweiten Weltkrieg ausgelöst durch den Überfall auf Polen. Kein Deutscher wusste bis dahin, dass es Gaskammern gibt, die Juden wie am Fließband vergasen. Und bis zum Kriegsanfang hatte Hitler nie davon gesprochen, dass er Juden ermorden will und erst im Krieg, im überfallenden Polen, also weit ab von Deutschland, im entferntesten Winkel von Polen, wurden im Krieg erst ein Jahr später, so Anfang 1942, angefangen, Juden zu ermorden durch industrielles Vergasen. Aber es gab auch Ermordungen von deutschen Wehrmachtsangehörigen durch Erschießen von Juden, von Müttern und Kindern. Nur die Ermordung von Millionen von Menschen erfolgte durch Vergasungen. Das fing, wie gesagt, so Anfang 1942 an und zirka ein halbes Jahr oder ein Jahr später fielen Bomben auf Deutschland und das Morden ging trotzdem weiter.

 

Ich frage, woher sollte die allgemeine deutsche Bevölkerung, die sich nicht im Krieg befand, von einem Tag auf den anderen gewusst haben, dass im Krieg Millionen von Menschen industriell ermordet werden, wie gesagt, weit ab von Deutschland? Man muss sich in die Verhältnisse von 1942 zurückversetzen. Es gab doch nicht diese Kommunikationsmöglichkeiten, wie wir sie heute erleben. Man hatte zu dieser Zeit noch nicht einmal einen Telefonanschluss in normalen Wohnhäusern und schon gar nicht gab es Internet oder Handys. Und selbst wenn die allgemeine deutsche Bevölkerung, die sich nicht im Krieg befand, tatsächlich 1942 im Krieg von Tag Eins an von diesen Morden, von diesen Vergasungen gewusst hätte, wie hätte die allgemeine deutsche Bevölkerung das dann verhindern können, die im entferntesten Winkel Polens betriebenen Gasfabriken abzuschalten?

 

Ich sage gar nicht, hätte jetzt die allgemeine deutsche Bevölkerung tun können. Sie hätten doch nicht mit den wenigen Autos, aber vielen Fahrrädern in polnisches Kriegsgebiet fahren können und dann die deutsche Verbrechergruppe davon abhalten können weiter zu morden.

 

Und noch einmal: Historiker haben herausgefunden, dass an diesem Holocaust zirka 200.000 Menschen Mittäter und Täter waren, wobei sehr viele Mittäter nicht Deutsche waren, wohl aber die eigentlichen Mörder, die Täter, ausschließlich Deutsche waren, die fast alle der SS, der SA, angehörten. Nur durch das Ermorden wie am Fließband waren dazu keine 100.000 Deutsche nötig, geschweige denn 200.000 Deutsche.

 

Ich komme noch einmal auf die Zahl von zirka 200.000 zurück. Deutschland hatte um 1941 schätzungsweise 75 Millionen Einwohner. Was mir dabei völlig unverständlich ist, wieso man die Deutschen im Allgemeinen zu Mittäter am Holocaust erklärt, wenn nur 200.000 Menschen Mittäter und Täter waren. Ich will jetzt nicht ausschließen, dass das politisch unterschiedlich bewertet werden kann. Für mich gewertet jedenfalls ist die Schuld von 200.000 Mittätern und Tätern nicht auf die allgemein erlebenden Deutschen zu übertragen.

 

Ich will Kritiker, die sagen, dass es schon vor Anfang 1941, also schon vor dem Krieg, Gaskammern in Deutschland gab, wo Euthanasie durch Hitler vollzogen wurde, was aber nicht im eigentlichen Sinn von Euthanasie vollzogen wurde. Hitler verfolgte einen ganz anderen Grund durch die Euthanasie.

 

Zunächst Folgendes: Euthanasie heißt auf Griechisch: Schöner Tod und ist eine Sterbehilfe mit betäubenden Mitteln, was eine vorgenommene Erleichterung des Ablebens ist. Das ist vergleichbar, und von vielen Menschen heute eine gewünschte Sterbehilfe, wie sie in einigen europäischen Ländern problemlos erlaubt ist, aber dann strafrechtlich erfasst wird, wenn dadurch Lebensverkürzungen eintreten, die nicht gewollt werden, die nicht im Sinn von Menschen erfolgen, die von Menschen nicht selbst gewünscht wird. Hitler hat Menschen töten lassen, die geistig behindert waren, die körperlich behindert waren, die unheilbar krank waren und alleine nicht überlebensfähig waren, die dennoch nicht sterben wollten.

 

Ich lese im Internet Merkwürdiges. Angeblich galt als möglicher Auslöser von Euthanasie, was Hitler sehr entgegenkam, ein Schreiben eines Vaters an A. Hitler, worin er Hitler bat, dass sein behindertes Kind getötet wird. Hitler war einverstanden und nahm das zum Anlass, den Leiter der Kanzlei des Führers Philipp Bouhle und den Leibarzt Karl Brandt in ähnlichen Fällen genauso weiter zu verfahren. Nach einiger Zeit bekam die Öffentlichkeit das mit, und vor allem die katholische Kirche protestierte energisch dagegen, und Hitler gab nach und verbot diese Euthanasie. Im Internet heißt es nun, Hitler verbot das zwar bei Erwachsenen, aber Kinder, die behindert waren, ließ er töten. Wer weiß schon, was wahr und unwahr ist.

 

Die Beschneidung der Genitalien von Mädchen ist heute auch offiziell verboten und wird trotzdem heimlich weiter vollzogen.

 

Auch an dieser Stelle sage ich, dass diese Euthanasie nicht dafür herhalten kann zu sagen, dass Hitler schon vor dem Krieg auch in Deutschland Menschen vergast hat und die Deutschen nichts dagegen getan haben, genau wie beim Holocaust. Weil erstens die Öffentlichkeit teilweise etwas davon erfuhr, wenn auch in geringerem Umfang, weil die Kommunikationsmöglichkeit sehr eingeschränkt war, aber die katholische Kirche eher davon erfuhr und heftig protestierte. Mit Erfolg, und Hitler, man staune, zurückgerudert ist und Euthanasie verboten hat. Und zweitens wusste vom Holocaust, der erst im Krieg weit ab von Deutschland stattfand, also in Polen, kein Deutscher davon, bis auf die Täter selbst und deshalb die Deutschen gar nichts dagegen unternehmen konnten. Das heißt auch hier wieder gibt es eine starke Trennung zwischen Euthanasie und dem Holocaust.

 

Ich werde jetzt einen neuen Themenbericht schreiben mit der Überschrift: Nur eine deutsche terroristische Verbrechergruppe um und mit Hitler ist verantwortlich für den Holocaust, aber nicht das allgemeine deutsche Volk.

 

Dieser neue Bericht ist im Übrigen fast deckungsgleich mit meinem Themenbericht "Stolpersteine, nein danke!". Siehe Inhaltsverzeichnis.

 

 

 


 
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