ACHIMKOENIG
  Markus Lanz 26.Sept.2019
 

Hallo, Herr Markus Lanz!

B. Palmer, P. Esume und J. Augstein


es geht um die Sendung von Donnerstag, den 26. September 2019. Als Gäste anwesend waren unter anderem Boris Palmer, Patrick Esume und Jakob Augstein.


Aber bevor ich auf Ihre Show eingehe, sollen Sie Folgendes wissen: Gehirnforscher haben herausgefunden, ich zitiere: Gefühle haben die eigentliche Macht darüber, wie wir etwas erleben und wie wir handeln – Vernunft und Verstand prägen das menschliche Verhalten in viel geringerem Ausmaß als wir gemeinhin vermuten. Gefühle sind Zustände, die wir direkt nicht beeinflussen oder steuern können. Zitat Ende. Ich ergänze nun und sage, wenn man Fremdenfeindlichkeitsgefühle erlebt oder nicht, hat der Verstand und die Vernunft rein gar nichts damit zu tun. Ein Verstand kann aber Gefühle auslösen, wenn er politisch Situationen herstellt, siehe z. B. Parallelgesellschaftsgruppen, durch die Fremdenfeindlichkeitsgefühle ausgelöst werden können und wenn Politiker Gefühle nicht respektieren, dann bestraft sie das Leben. Man kann niemandem Gefühle ausreden, Herr Lanz, noch einreden. Wenn jemand Angst vor dem Fliegen hat, dann kann ihm ein anderer das Gefühl nicht ausreden indem er sagt, du musst keine Angst haben, ich habe auch keine Angst vor dem Fliegen.


Dieser Vorspann war notwendig, wenn Sie das verstehen wollen, was ich zu Ihrer Sendung zu sagen habe. Diese Sendung hatte versteckt Sprengstoff unter dem Tisch, aber der explodierte leider nicht zwischen J. Augstein und P. Esume, die sich im Gegenteil eher umgarnten.


Fakt war, J. Augstein hatte Multikulti regelrecht in die Tonne geredet und sogar sinngemäß gesagt, daran glaubt wohl auch Claudia Roth nicht mehr. P.S.: Sie sollten Claudia Roth mal dazu befragen, Herr Lanz.


Ich dachte nun, jetzt geht es richtig los, denn auf keinen Fall konnte diese Aussage P. Esume gefallen, denn dieser Mann, der farbig ist und dem Pass nach Deutscher ist – denke ich mal – findet Multikulti verständlicherweise eher gut, nachdem was ich von ihm in Ihrer Show gehört habe.


Im Übrigen, Herr Lanz, hatte ja schon Angela Merkel im Jahr 2010 Multikuli für tot erklärt und gesagt, das funktioniert nicht und trotz alledem hat sie aus Deutschland das multikulturellste Land in Europa gemacht. So der Journalist Ulrich Jörges. Angela Merkel hat politisch versagt und ist trotzdem die beliebteste Politikerin. Damit hat ein Verstand auch nichts zu tun, das ist auch nur gefühlsmäßig zu erklären. Herr Lanz, Sie sollten mal darüber diskutieren, ob Multikulti gescheitert ist. Auf jeden Fall war wohl erkennbar, P. Esume ist für Multikulti und widersprach J. Augstein erstaunlicher Weise nicht, sondern hackte zusammen mit J. Augstein auf Boris Palmer herum, der es schwer hatte, sich gegen zwei Widersacher durchzusetzen. Ich schätze Herrn Boris Palmer sehr, weil er alles aufrichtig hinterfragt, warum man Fremde auch ablehnt. Boris Palmer lässt sich nicht erschüttern von denjenigen, die ihn in die rechte Ecke drängen wollen, so wie es auch P. Esume und J. Augstein versucht haben in Ihrer Show.


Ich erinnere mich nun, dass P. Esume auch etwas zu unserer Fußballnationalmannschaft anmerkte. Sinngemäß sagte er wohl, dass er es gut findet, wenn alles ein bisschen bunt aussieht und damit ausdrücken wollte er, dass er Multikulti eigentlich gut findet.


Ich bitte Sie, Herr Lanz, recherchieren Sie doch mal, was Jogi Löw anlässlich einer Bambi-Verleihung sinngemäß gesagt hat. Ich zitiere sinngemäß: Auf der Fußballnationalmannschaft steht nur noch Deutsch drauf, aber Multikulti ist drin. Zitat Ende. Das heißt, Multikulturelle sind keine Deutschen. Wahr ist, diese Multikulturellen werden von vielen Deutschen auch nicht als gefühlte Deutsche wahrgenommen, selbst dann nicht, wenn sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Das ist nun mal so und dagegen kann kein Verstand und keine Vernunft etwas tun und deshalb hat nun auch Ihr Gast, Herr P. Esume, ein Problem. Als Deutscher wird er von vielen Deutschen gefühlt nicht akzeptiert, obwohl er ein toller Typ ist.


Und nun, Herr Lanz, recherchieren Sie mal bitte, was in einem Handlexikon, Printed 1964, May & Co. Nachf., zu lesen ist unter dem Wortbegriff "Nationalhymnen". Ich zitiere jetzt wörtlich: Sind Gesänge oder Lieder mit volkstümlichem Charakter, in denen das Zusammengehörigkeitsgefühl eines Volkes zum Ausdruck kommt. Zitat Ende. Man beachte, Herr Lanz, wie wichtig Gefühle sind und was für eine Macht sie haben.


Ganz ehrlich, Herr Lanz, ein volkstümliches Zusammengehörigkeitsgefühl mit dieser multikulturellen Mannschaft, von denen wenig Deutsche sind (Jogi Löw) erlebe ich nicht und auch sehr viele andere Deutsche nicht. Viele Deutsche erleben heute nicht mehr die Zusammengehörigkeit von Spielern und Zuschauern auf der Tribüne wie noch zu Franz Beckenbauers Zeiten. Und dieses Beispiel, Herr Lanz, zeigt auf, warum so viele Deutsche sagen, ich fühle mich fremd in meinem eigenen Land. Da sehen Sie, wie stark Gefühle sind. Darüber sollten Sie einmal diskutieren.


Beachten Sie bitte Folgendes: Seit zirka 60 Jahren leben Türken bei uns in Berlin und bis heute ist zwischen Türken und Deutschen kein Gruppen-Wir-Gefühl entstanden, was heißt, Türken bleiben gefühlt Türken und Deutsche bleiben gefühlt Deutsche.


Fakt ist abschließend festzustellen, Fremde, die nicht zu unserer gemeinsamen mittel- bis nordeuropäischen Volksgemeinschaft gehören, wie z. B. Polen, Belgier und viele andere Gruppen sondern eher aus den arabisch-afrikanischen Regionen kommen, können fast gar nicht bei uns in die deutsche Gruppe integriert werden. Viele Deutsche wollen das auch gar nicht. Selbst die Fremden wollen das auch nicht. Sie wollen nur gut leben in Deutschland und bilden nun selbst eigene Gruppen in unserer eigenen Gruppe und damit ist eine Situation entstanden durch unsere Politiker, das es jetzt unweigerlich zu einer Gruppenfremdenfeindlichkeit gekommen ist, weil unsere Vertrautheitsgefühle zerstört werden, unsere Geborgenheitsgefühle zerstört werden und unser Sicherheitsgefühl zerstört wird.


Das war es nun, Herr Lanz. Ich schreibe Ihnen das, obwohl ich weiß, dass Sie das nie zu lesen bekommen. Dieses Schreiben an Sie wird über die Zuschauerredaktion nicht hinauskommen. Aber ich lade dieses Schreiben auf meinem Facebook-Account hoch (Joachim Koenig Gruftierocker / www.achimkoenig.de.tl), das lesen viele Menschen, denn immerhin habe ich bis jetzt zirka 15.000 Besucher und zirka 45.000 Klicks.


Dieses Schreiben erhält auch Boris Palmer und J. Augstein und P. Esume.


Es grüßt

Joachim König

 
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